In Litchfield – Von Wasserfällen und Sonnenbaden

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Die erste Nacht campen war überraschend einfach. Wir hatten unsere Probleme die Betten im Van für uns drei fertig zu machen aber das wurde gen Ende des Trips immer einfacher und gemütlicher. Wir alle wachten mehr oder weniger pünktlich auf. Einige von uns hatten Schwierigkeiten die vereinbarte Zeit vom Vorabend ein zu halten, und wie ich so bin wurde ich nervös als wir nicht unseren Zeitplan einhielten. Wie auch immer, als sie alle ihren Caffe ausgetrunken hatten fuhren wir nur mit einer geringen Verspätung los. Das meiste unserer Sachen verstauten wir im Zelt der Frauen, da wir für die nächste Nacht wieder auf den Zeltplatz zurück kamen.

Litchfield Grenze
Litchfield Grenze

Der Park war einfach beeindruckend, wir hatten uns aus verschiedenen Gründen entschlossen nach Litchfield zu kommen an Stelle vom Kakadu Nationalpark. Obwohl der Kakadu Nationalpark der bekanntere der beiden ist und sehr beeindruckende Höhlenmalereien der Aborigines haben soll entschieden wir uns für den kleineren der beiden Parks. Der original Plan war, dass wir nach Kakadu fahren aber einige Leute aus Darwin empfiehlen uns den kleineren Park, da sie selber gerne fürs Wochenende nach Litchfield fahren. Außerdem wirkte kakadu für unsere begrenzte Zeit einfach zu gigantisch. Die Eintrittskarte ist für 2 Wochen gültig und gibt damit schon einen sehr guten Eindruck wie viel Zeit man mitbringen muss, um einen vernünftigen Einblick in den Park zu bekommen. Im Kontrast dazu ist Litchfield nur ein Bruchteil der Größe und wir haben es geschafft den meisten erreichbaren Teil des Parks zu sehen und der Eintritt war frei(YIIHAAAA).

 

Riesiger Termietenhügel
Riesiger Termitenhügel

Der erste Stop im Park waren die Magnetic Termites. Wir machten im Auto Witze darüber warum sie wohl so hießen (magnetic: eng. magnetisch). Vielleicht hießen sie ja so weil sie Leute magnetisch anziehen und uns dann bei lebendigen Leibe verschlingen. Ne, sicherlich nicht. Wir werden’s schon noch raus finden. Als erstes sahen wir zwei gigantische Termitenhügel direkt am Parkplatz, die ca. 4 Meter hoch waren. Ziemlich beeindruckend, wenn man sich bewusst wird, dass Termiten winzige Insekten sind, die auf dem Boden herum krabbeln. Wir stellten sicher, dass wir erstmal ein paar gute Aufnahmen von den Hügeln bekamen bevor wir uns weiter zu den Magnetic Termites machten. Wir hatten das Glück, dass eine Gruppe von Senioren gerade eine Tour machten und einen Reiseführer dabei hatten, der alles genauestens erklärte. Die Termiten in den riesigen Bauten am Parkplatz verließen den Bau schon vor einigen Jahren(ich glaube sie sagte etwas von einem Jahrzehnt). Außerdem lüftete der Führer, dass die Magnetic Termites ihren Namen von den Hügeln hatten, die von Norden nach Süden ausgerichtet sind, perfekt in Linie mit dem Magnetfeld der Erde, um der heißen Mittagssonne zu trotzen. Das Feld auf dem die Termiten ihre Hügel hatten wirkte etwas wie ein Friedhof, da die Hügel ähnlich wie Grabsteine angeordnet waren.

Magnetic Termites
Magnetic Termites

Zu dem Zeitpunkt fühlten wir alle wie uns die Hitze zu viel wurde und es war nicht mal der heißeste Punkt des Tages. Wir wollten einfach nur in einen kalten Pool, um uns ein wenig ab zu kühlen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die meisten Sehenswürdigkeiten im Park Wasserfälle waren. Der nächste Stop war das Buley Rockhole. Wir wanderten den Pfad vom Parkplatz und sobald wir das Wasser sahen war Jamie auch schon verschwunden. Wir zogen schnell T-Shirt und Schuhe aus und sprangen ins Wasser. Das Wetter war sonnig und heiß, das Wasser hatte die perfekte Temperatur und lief über mehrere Hundert Meter Fels bevor es im Wald verschwand. Der Fels hatte mehrere kleine Becken gebildet, die nur dazu einluden zu schwimmen, ins Wasser zu springen und einfach zu relaxen. Wir verbrachten einige Stunden dort bevor wir uns entschieden mal den Rest des Parks zu erkunden.

Das Buley Rockhole
Das Buley Rockhole

Das Buley Rockhole, nachdem es sich durch den Wald geschlängelt hatte, wurde zu einem beeindruckenden Wasserfall. Der atemberaubendste, den ich je gesehen habe. Ich hab noch nicht viele gesehen aber das war einfach reine Schönheit und eine neue Gelegenheit schwimmen zu gehen. Wir planschten noch ein bisschen und verbrachten etwas Zeit am Wasserfall.

Florence Falls
Florence Falls

Wir führen zum nächsten Wasserfall, der sich als nicht schwimmbar herausstellte. Es war etwas ernüchternd, da wir alle in Badelaune waren, aber die Aussicht auf den Wasserfall und die Umgebung war ein guter Ausgleich.

Tolmer Falls
Tolmer Falls
Aussicht von den Tolmer Falls.
Aussicht von den Tolmer Falls.

Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass es Zeit war sich ein wenig zu beeilen, da der Sonnenuntergang nur ein paar Stunden entfernt war, wovon alleine eine Stunde die Autofahrt war. Da wir nun die meiste Zeit damit verbracht hatten Wasserfälle zu bestaunen entschieden wir uns den Rest zu überspringen und uns ein bisschen Kultur an zu tun. Im Norden des Parks war eine alte Zinnmine, die wir uns anschauen wollten. Wir erwarteten ein großes Abbaugebiet und waren etwas erschrocken, als wir feststellten, dass wir dran vorbei gefahren sind, ohne es zu bemerken. Wir drehten das Auto um und fanden eine kleine Schotterstraße, die in den Busch führte. Die Frauen hatten ihre Bedenken, da wir nur auf befestigten Straßen versichert waren. Die Straßenkarte versprach nur eine relativ kurze Strecke auf dem Schotter zur Mine und die Verhältnisse der Straße wirkten gut genug für unseren Van. Es stellte sich heraus, dass es wirklich nicht so schlimm war und wir erreichten den Parkplatz schon nach wenigen hundert Metern. Die Mine selber war echt ernüchternd und nicht mehr als eine alte Hütte mit einem Loch im Berg. Als die Mine noch aktiv war sammelten nur eine Hand voll Arbeiter das Zinn vom Boden auf, da es in großen Platten auf der Oberfläche abbaubar war. Sie brachen es in Stücke und verkauften es wie es war.

Ein Autowrack neben der Zinnmine
Ein Autowrack neben der Zinnmine

Der letzte Stop des Tages war abgehakt, Orion setzte sich hinters Steuer und führ uns sicher wieder zurück zum Campingplatz. Es war schon ein gutes Stück zu fahren, dass man auf der hinfahrt nicht merkte, da wir sonst nur 20 Minuten zwischen den Stops hatten. Als wir den Van wieder mit Sprit voll machten bekamen wir noch einen Benzinkanister gratis dazu, da die Frau hinterm Tresen anscheinend nicht ganz wusste was sie tat. Wir merkten das allerdings erst später beim Überprüfen der Kassenbelege und waren um so glücklicher.

Vogelfütterung auf dem Campingplatz
Vogelfütterung auf dem Campingplatz

Als Nächstes: Mataranka – Planschen mit Krokodilen

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