von Strahlung und anderen Miseren

Hier bin ich wieder, aber, wider Aller Erwartung, nicht von den Philippinen. Ich sitze gerade im Flugzeug Richtung Abu Dahbi und schreibe an meinem Finale. Ich habe mir extra damit in den letzten Tagen Zeit gelassen, da einfach zu viele Entscheidungen gefällt wurden und ich nicht damit anfangen wollte einen Eintrag zu schreiben, den ich dann später revidieren muss.

Doch um es alles zu erklären werde ich einmal chronologisch vorgehen. Nach dem Seminar im Februar haben wir hier in Lucena einige Treffen mit den EDUK Inc. Mitgliedern, den Leuten, die die Bücherei initiiert haben, gehabt. Malte und ich waren unglaublich positiv gestimmt, wir dachten nun kommt alles anders und haben uns all unsere Wünsche schon erfüllt gesehen. Karen, eine sehr gute Freundin und aktivste in EDUK, kam nach Lucena, wir haben Meetings gehabt zu den schon lange geplanten Sommeraktivitäten für die Kinder in der Bücherei und haben ein wenig Dampf abgelassen. Die Pläne lauteten, dass wir die gesamten 2 Monate der Sommerferien (April und Mai) für das Programm nutzen wollten und jeden Tag ein neues Thema ansteht, dass sich dann wöchentlich wiederholt. So kamen wir mit einem Spielemontag, einem Kunstdienstag, dem Tanzmittwoch, Photographiedonnerstag und zu guter Letzt dem Theaterfreitag auf ein rundes Programm für 7 Wochen. Wir planten natürlich sofort was wir an einem Tag anbieten würden. Malte übernahm den Spielemontag und ich den Photographiedonnerstag und somit verbrachten wir erst mal Zeit damit Fragen und Aufgaben auf zu schreiben, da Malte jeden Montag mit den Kindern das Chaosspiel spielen möchte und wir arbeiteten ein achtwöchiges Programm aus, um den Kinder den Umgang mit den Digitalkameras näher zu bringen.

Doch so richtig kam nichts in Schwung, der Flyer, den Karen fertig machen wollte und die Promotion, die Sunshines Aufgabe war, haben lange auf sich warten lassen. Es kam auch trotz Ankündigung zu keinen weiteren Meetings und stattdessen ging es wieder in den alten Trott. Allerdings kam dann doch vor 2 Wochen ein Meeting zu Stande und somit wieder Wind ins Segel. Doch es war ein neuer Plan auf dem Tisch. Das Programm wurde nun auf 4 Wochen gekürzt und die vorher ins Auge genommenen Nachmittags Programme mit Geographie, Lesen und Mathe Klassen wurde zu 90% fallen gelassen und als „maybe“ eingestuft. Von nun an ging alles Schlag auf Schlag, die Ereignisse überhäuften sich und es kam so wie es nun ist.

Das war bisher alles was zwischen meinem letzten Eintrag und dem 11. März passiert ist. An diesem Datum passierte das, womit keiner vor unserer Ausreise gerechnet hat. Ich konnte es nicht fassen. Ich war Nachts aufgewacht, es war gegen 3, und konnte nicht wieder einschlafen, unterhielt mich mit einigen Leuten aus Deutschland über facebook und war dann bald doch wieder so weit ein Auge zu zu machen. Der Grund warum ich das erzähle folgt nun, ich hätte mir dabei nichts weiter gedacht, wenn Malte am nächsten Morgen nicht zu mir gekommen wäre und erzählt hätte, das im gesamten Feuerring in der Nacht Beben waren. Das nächste merkbare war nur ein paar Kilometer entfernt gewesen und hatte eine Stärke von 5,0 auf der Richterskala. Damit war der nächtliche Wecker geklärt und er erzählte weiter, dass in Japan ein Beben der Stärke 9,0 war. Natürlich war ich sofort auf den Nachrichtenseiten und hab mir ein Bild der Katastrophe gemacht.

Ein Desaster, das in den Jahren nach uns in Geschichte gelehrt werden wird. Ein Stück Geschichte wurde in dieser Nacht geschrieben und bis heute sind mehr als 26.000 Menschen vermisst oder gestorben. Ich kann bis heute nicht fassen, dass es in meinem Nachbarland passiert ist und die Bilder verpassen immer noch ein Gefühl von Hollywood in mir. 22 Meter soll die Welle hoch gewesen sein und es war ein Wunder, dass wir keine Auswirkungen davon in Luzon hatten. In dem Moment war das Beben aber noch das große Problem und die Zerstörungswut des Tsunami. Doch mit den Nachrichten kam auch die Information zu Fukushima Daiichi langsam immer mehr in den Vordergrund. Wir waren einfach alle geschockt.

So gut so weit. Aber nun geht es weiter. Ich hoffe es langweilt euch nicht zu sehr aber ich finde, dass es einfach alles dazu gehört, um meine Entscheidung zu erklären, warum ich jetzt grade 34.000 Fuß über der Erde bin und diesen Bericht schreibe und nicht in Lucena. Und alles was jetzt noch wichtig ist passierte bis vor einer Woche.

Ich hatte viel Zeit nach zu denken und hab die ganze Zeit abgewogen was ich mache. Auf der einen Seite ist für die Philippinen keine Reisewarnung draußen und es ist einfach keine akute Gefahr gewesen, wie sie zu Tschernobyl war, da die Winde komplett anders stehen (Wobei es sich gestern gezeigt hat, das die Winde unberechenbar sind, als eine Xenon-133 Wolke in Manila ankam). Dennoch besteht das Risiko, dass durch Nahrung, Regen und Nukleidwolken ein Teil der Strahlung aus dem Kraftwerk auch bei uns landet. Ich war mir am Anfang darüber nicht sicher wie ich das alles einschätzen sollte. Wie bereits gesagt, war das eine Katastrophe, die keiner eingerechnet hat und worüber man sich auch meiner Meinung nach noch keine rationale Meinung bilden kann. Ich war mir auf jeden Fall sicher, dass ich nicht in 30 oder 40 Jahren an Krebs erkranke und mir selber Vorwürfe mache, weil ich nicht abgeflogen bin und meinen Enkelkindern nicht beim Spielen zu gucken kann sondern im Krankenhaus liege und mit Krebs kämpfe. Nach einigem hin und her habe ich mich dann am Samstag (19.März) entschieden nach hause zu kommen und dieses Risiko nicht ein zu gehen. Ich bereue die Entscheidung auf eine Weise, die ich nicht beschreiben kann. Aber ich bin froh und ich kann es mit meinem Gewissen vereinbaren das ich gerade im Flugzeug sitze, da ich der Meinung bin, das im Zuge eine Voluntariats keine Rechtfertigung liegt sich radioaktiv zu belasten.

Es mag vielleicht ein ungewöhnlicher Grund sein ein Jahr wie dieses ab zu brechen, aber es ist nur ungewöhnlich, weil so eine Situation gar nicht erst zu Stande kommen darf und der Fehler in der Unterschätzung der Natur liegt. Anders als bei politischen Unruhen oder bei einem Erdbeben/Tsunami ist diese Katastrophe weder sichtbar, noch kann man ein Ende sehen und noch kann man es einschätzen was es für Auswirkungen hat.

Somit endet meine Erfahrung auf den Philippinen. Ich hoffe ich werde die ganzen tollen Leute, die ich kennen gelernt habe wieder sehen. Denn auch wenn es nicht all zu viele waren, waren die, die ich hatte um so toller. Ich wünsche Malte viel Glück mit dem Sommerprogramm, hoffe es geht alles so wie wir es uns ausgearbeitet haben und es wird ein voller Erfolg. Denn in der Zeit nach dem Beben haben wir doch noch alles in die Gänge bekommen und es sollte nun laufen. Ich wünsche mir, dass die letzten Monate für ihn noch einmal eine komplett neue Erfahrung werden. Er war mein erster Bruder und ich war sein erstes Geschwisterkind. Wir hatten eine tolle Zeit, man hat sich geärgert und manchmal war man nicht einer Meinung, aber mittlerweile würde ich für ihn einstehen wie für meine Schwester. Ich kenne seine Denkweise, ich kenne seinen Frauentyp und ich weiß was er am liebsten isst. Das kann man nicht von vielen Menschen behaupten.

Und damit mache ich Schluss.
Euer Jan

Jan vs. Time

Sydney Skyline nach der NYE: X Feier.Ein herzliches Willkommen im neuen Jahr, ich hoffe Ihr hattet alle eine tolle Neujahrsfeier und seid alle gesund und munter! Bei mir ist alles super und ich habe die letzten 2 Monate ohne Probleme überstanden. Seit meinem Abflug in Manila nach Sydney ist so einiges passiert und ich werde mal ein wenig Bericht erstatten, damit ihr wieder auf dem Laufenden seid.

Das Opernhaus von der Harbour Bridge aus.Es ging natürlich alles los mit Sydney. Wir haben dort Grace, die ich über Sunshine und Lloyd kennen gelernt habe, getroffen. Schirin und ich konnten in ihrer alten Wohnung unter kommen und haben somit erstmal die Zeit zusammen genossen und sind in die Innenstadt gefahren. Mit dem Zug hat man die weite Strecke gut und günstig in einer Stunde hinter sich gebracht und so hatten wir den Tag vor uns mit Erkundungstouren. Wir waren am Hafen, haben uns das Opernhaus angeguckt und haben im Royal Botanical Garden eine Auszeit genommen. Anschließend sind wir an der Kirche und dem Columbus Denkmal wieder zurück zum Zug. In den nächsten Tagen bis Sylvester waren wir in den Blue Mountains und haben uns den Canyon angeguckt und waren cave-climbing. Nach und nach wurden wir immer mehr und die Bremer sind einer nach dem anderen (oder im Doppelpack) angekommen. So erkundeten wir die Harbour Bridge und feierten anschließend auch Sylvester (NYE: X) mit 7 Bremern mitten in Australien am anderen Ende der Welt. Nach Neujahr verabschiedete sich die meisten und es ging weiter, jeder auf seine eigene Odyssee.
am 4. Januar ging Schirins und mein Flug zurück auf die Philippinen. Marisa begleitete uns noch bis zum Check-In counter, da sie zur gleichen Zeit einen Flug am Domestic Terminal hatte.
Nach ein bisschen Krieg zwischen uns und der Dame am Schalter bekamen wir jeder einen 30AU$ Gutschein für den Flughafen, von dem wir einen in McDonalds investierten. Der andere ist leider verfallen, weil wir keine Zeit mehr hatten… unser Flug ging los.

von unserem FensterDie nächsten Tage verbrachten wir mit shoppen in Manila, da ich noch einige Tage Zeit hatte bis ich wieder zur Arbeit musste. Ich lernte auch mal Makati, eine von vielen Städten in Metro Manila, kennen, da Schirin ihr Visa für China beantragen musste.
Am 10. ging es wieder in meine 2. Heimat, Lucena City. Wir hatten aber nur die Woche Zeit zum ausruhen und genossen es unsere Tasche aus zu packen und zu waschen, denn an Schirins Geburtstag ging es schon wieder in den nächsten Urlaub. Mein Geschenk für sie war ein Flug in das von den Filipinos als Paradies anerkannte Busuanga. Ganz im Norden von Palawan, an das Süd-Chinesische-Meer angrenzent, liegt eine verträumte Insel Gruppe, die sich als Touristenziel entpuppt hat. Noch ist da alles sehr ländlich, die Natur zum Großteil unberührt und traumhafte Korallenriffe laden zum entspannen ein.
Wir gingen viel Schnorcheln und schwimmen, badeten in den heißen Quellen. Das Highlight unseres Urlaubs war ein Besuch im Zoo. Calauit Island ist eine in ein Safarigebiet umfunktionierte Insel auf der Giraffen und Zebras frei leben. Es waren auch einige andere Tiere da, die aber natürlich nichts zu dem Erlebnis der freien Giraffen und Zebras waren.

Alle, die am Mid-Year teilgenommen haben, nein nicht alle.Entspannt und wohl gesonnen gings erstmal wieder für eine Woche in den Alltag und wir verbrachten einiges an Zeit zusammen, da ihr Rückflug für den ersten Februar angelegt war und es war bereits der 23. Januar. Gleichzeitig mit ihrem Rückflug begann auch mein Mid-Year-Evaluation-Camp an. Wie der Name schon sagt ging es um die Auswertung des ersten halben Jahres. Ja, ihr habt richtig gelesen. Die Hälfte ist jetzt schon vorbei und ich bin in 6 Monaten schon wieder zurück in good old Germany.
Außer der Evaluation stand auch ein kulturelles Highlight auf dem Plan. Wir besuchten China Town am Abend des 2. Februar, um in das chinesische Neue Jahr rein zu feiern, dass am 3. Februar begann. Das Ende war natürlich mit einem Feuerwerk gekennzeichnet, dass zwar von der Show und dem Einfallsreichtum nicht an das Neujahrsfeuerwerk in Sydney dran kam, aber doch ziemlich beeindruckend und auch schön war.

Auf dem Seminar kamen Malte und mir neue Projekte und Ideen für die Bibliothek. Wir wollen nun einen Kompost bauen, damit die Sachen nicht mehr verbrannt werden sondern dem Garten zu gute kommen. Des Weiteren wollen wir im allgemeinen Geräte für den Garten organisieren, damit wir das Gras schneiden können und es nicht wieder 2m hoch wächst(Das ist nicht übertrieben)!
Unsere letzte Idee betrifft eine Möglichkeit Dinge zu lagern. Da die Bibliothek nur aus einem Raum besteht, dachten wir an einen abgetrennten Raum, den wir aus Sperrholz im inneren der Bibliothek bauen. Somit entsteht weiterer Raum für Gartengeräte, alte Farbtöpfe, nicht genutzte Bücher und andere Dinge.
Was letztendlich davon verwirklicht wird, wird sich dann zeigen aber wir hoffen, dass wir so ein bisschen Ordnung in die Bibliothek bekommen.

Wenn ihr weitere Eindrücke haben wollt, dann könnt ihr auch mal meine Eltern, die im April vorbei kommen, oder Schirin fragen.

Wenn Euch das gefällt was ich schreibe und Ihr auch meine Arbeit in der Bibliothek unterstützen wollt, dann wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr eine Kleinigkeit spendet. Das Geld geht über meine Mutter, die sich als Verwalterin bereit erklärt hat, direkt an den ICJA e.V., der in Zusammenarbeit mit dem deutschen Staat mein Jahr finanziert und bei dem ich in Moment angestellt bin. Das Geld kommt dem ICJA zu Gute, damit es die Seminare und Vorbereitungen, sowie die Unterbringung im Gastland im gewohnten Maße weiterhin organisieren kann.
Wer auch gerne was für die Bücherei hier vor Ort spenden möchte, der braucht dies nur mit in den Betreff anmerken.

Kontoinhaber: Bettina Steinke
Kontonummer: 003264124
Bankleitzahl: 29070024
IBAN: DE48290700240326412400 (Nur EU Ausland)
Betreff: Jan Steinke Spendengeld [NAME]

Ich brauche anschließend noch Eure Anschrift und Telefonnummer, damit Ihr auch eine Spendenbescheinigung bekommt. Sendet die Informationen bitte an meine E-Mail Adresse (jan.steinke@gmail.com)

Vielen Dank an Alle!
Euer Jan

That was the Turning Point, Oh what a (holy) night.

Weihnachten feiere ich nicht hier. Das Fest der Liebe ist für die Familie bestimmt, so heißt es in aller Munde. Auf Weihnachtskarten findet man zahlreiche Sprüche für Familienmitglieder, die Übersee leben. Es gehört hier zu den normalen Verhältnissen, dass man auswandert, in einem fremden Land arbeitet, von der Familie wegzieht, um bessere Jobs und Aussichten zu haben. Das Wieso und Warum in der Sache, würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen. Fakt ist, dass in jeder Familie mindestens einer aus der Familie im Ausland arbeitet und lebt, meistens in den USofA.
Mir geht es dieses Jahr ähnlich, kein Fest im gewohnten Maß. Nicht mit der Familie, sondern in dem wohl kleinsten schönsten Kreis, zwar nicht alleine(eng., lonely) sondern zu zweit; nicht zu Hause sondern in Sydney. Ich fühle mich wieder als wäre ich 5 oder 6 Jahre alt und zähl die Tage runter bis es weihnachtet. Etwas, das ich schon so lange nicht mehr gemacht habe. Oh what a holy night.

„That was the Turning Point“ heißt es nun und das ist der größere Teil meines Eintrages. Der neuste Mensch in Maltes und meinem Leben ist Pheobe. Sie organisiert, manipuliert und diktiert unser Leben. So negativ es auch klingen mag ist es doch eine positive Wendung zu unseren Gunsten. Pheobe ist in Sunshines Alter und wir haben sie nur durch Zufall kennen gelernt, als wir ihr spontan als Werbung für ihr College dienen sollten. Vom Charakter her ähnelt sie einer Ameise, immer auf Trab keine Zeit zum Ausruhen. Ihr aufgewecktes Gemüt und der ständige Drang etwas ins Laufen zu bringen hilft uns ungemein weiter. Ein weiterer Aspekt ist, dass wir uns wunderbar mit ihr verstehen und von der ersten Sekunde an in ihr Team aufgenommen wurden.
Nach der ersten Aktion für ihr College, bot sie uns an an ihrem College Kurse zu belegen, da wir ihr geholfen hatten und sie uns möge. Als wir dann im Gespräch auf unsere Situation zu sprechen kamen war für sie sofort klar, dass wir uns in ihrem College einschreiben können, umsonst natürlich, um anschließend ein Studenten-Visum, das 12 Monate gültig ist, zu bekommen. Hätten wir sie vorher kennen gelernt, dann hätten wir schon einiges an Geld, das wir in unsere Verlängerungen gesteckt haben, gespart.

Grüße an Jaleh und Hennes
Nun belegen wir einige Kurse an ihrem College und sind mitten in der Bewerbung für das Studentenvisum, dessen Papierkram, der noch vor uns liegt, jetzt in den nächsten Tagen abgearbeitet wird. Wir belegen Computer Architecture, Computer Concept und Adobe Photoshop. Nicht meine Traumkurse aber, da ihre Institution (Digitech College) ein Technologie College ist, war die Auswahl nicht gerade groß was andere Gebiete anging. Im Januar werden wir eventuell noch einen dritten Kurs „belegen“. Es wird eher Privatunterricht in C++-Programmierung, da keine anderen Interessenten für den Kurs angemeldet sind.
Im Genezug zu all den Vorteilen, die wir durch ihre Position haben, erklären wir uns bereit bei Promotionen für ihr College zur Verfügung zu stehen. Es macht halt einfach einen besseren Eindruck, wenn du dein College als international präsentierst. Das versteht sich glaub ich von selbst.
Zum Schluss bleibt dazu nur noch zu sagen, dass Pheobe die Macht hat uns rund um die Uhr zu beschäftigen. Auch wenn man am Ende des Tages manchmal das Gefühl hat nichts geschafft zu haben, hat man trotzdem ein gutes Gefühl und man erlebt immer was anderes. Es ist nicht mehr das zu Hause sitzen, sondern das ganz eigene Gefühl von Erlebnis.

Lantern Parade
Neben diesen großen Veränderungen gibt es auch genug kleine Sachen, die man nicht vergessen sollte zu erwähnen. Zum Beispiel haben wir vor einigen Wochen die fröhliche Nachricht bekommen, dass wir bald Gastonkel werden. Es dauert noch bis Ende Juli, das bedeutet, es ist wirklich ganz knapp vor unserem Abflug am 8. August. Bei unserem Rückflug bleibt uns auch der 12 Stunden Aufenthalt in Doha erspart. Wir fliegen quasi gleich weiter und sind so nach circa 17h wieder in good ol’ Germany; um 22Uhr landet mein Flieger in Bremen. Immer noch der 8. August! Unglaublich, oder? Ich weiß!
So viel Informationen in einem kleinen Absatz, ich hoffe ich verlange euch da nicht zu viel ab und ihr könnt alles gut verarbeiten!

Nun sitze ich hier in Manila, man kommt halt doch nicht davon los, und schreibe diese Zeilen. Wenn ich es mit dem Anfang vergleiche ist es doch ein ganz anderes Gefühl, wenn ich hier durch die Gegend spaziere. Man sieht eben doch alles anders, wenn man gut gelaunt ist. Ich habe vor Allem festgestellt, dass diese überfüllte Stadt bei Nacht nochmal komplett anders aussieht. Manchmal bleibt man einfach stehen und schaut dem Verkehr zu.

Mal sehen was ich euch dann im nächsten Eintrag, den ich voraussichtlich im Februar schreiben werde, zu berichten habe. Bis dahin wird hier sicherlich einiges passieren, und eventuell wird bis dahin wieder alles anders kommen. Sicher ist, dass ich euch dann über unsere Mid-Term-Evaluation berichten werde. Ziel der Evaluation ist das letzte halbe Jahr zu verwerten und zu bewerten, damit wir auch ja etwas lernen.

Der Himmel über Lucena!

Egal wo man sich auf den Rücken legt und den Wolken beim Treiben zusieht, ist der Himmel gleich.
Ich habe heute vor der Bibliothek auf den Bänken gelegen und geträumt, während Malte auf seiner Gitarre meine Träumerei begleitete.
Der Himmel blau und die Wolken wie durch ein Sieb gepresst, in regelmäßigen Abständen, weiße Punkte von einem zum anderen Horizont.
Die Sonne war schon kurz vorm Untergehen und erleuchtete die Wolken in ihrem strahlenden Licht. Die tiefer hängenden Wolken schon in einem kräftigen Orange, da das Licht sie nicht mehr komplett mit voller Kraft erhellte.

So findet man hier immer mehr parallelen zwischen zu Hause und zu Hause (#2). Es ist nicht mehr alles nur noch verschieden und anders sondern das Leben gleicht immer mehr dem was man aus Europa kennt. Klar bleiben die Unterschiede noch, aber man gewöhnt sich an alles!

Ein Unterschied an den ich mich wohl nicht so gut gewöhnen werde, egal wie lange ich hier bin, ist die Omnipräsenz von christlichen Bildern und Sprüchen. “God is Good” ist der Satz, den ich hier am Meisten gelesen habe. Diese und weitere Sprüche sind auf den Jeepneys, Tricycles, Häusern und anderen Dingen zu finden. Unglaublich was für eine Kreativität beim Erfinden neuer Sprüche zum Vorschein kommt. Es ist aber mehr als einfach nur Religion, habe ich das Gefühl. Das Zusammenspiel von christlichen Glauben und Gemeinschaft ist hier die Grundlage für öffentliches Leben. Der Kirchgang am Sonntagmorgen, die Sprüche auf den Jeepneys und Rund-SMS mit biblischen Ideen oder Zitaten; All das fördert die Gemeinschaft hier, nicht jeder nimmt es ernst, viele gehen Sonntags zur Kirche, weil es von ihnen erwartet wird und weil man Freunde trifft. Wenn man mich fragt welche Religion ich habe, sage ich brav “I am Protestant”. Einige wissen nichts damit an zu fangen, andere bringen das mit den “7. Tag Adventisten” in Zusammenhang und nur ein paar kennen uns überhaupt. Schade eigentlich weil sie Martin Luther erst die Übersetzung der Bibel verdanken.
Nichts desto trotz blieb es uns aber nicht aus einen “Schrein” zu besichtigen. Wir haben in unserer Zeit auf den Philippinen schon die ein oder andere Kirche besichtigt aber KP, Emerald und Tiger versprachen uns einen “Themenpark Gottes”. Und es war nicht untertrieben.

“Kamay ni Hesus” (Hand Jesu) war der edle Name dieses Geländes. Das einzige, dass mich am Ende gewundert hat war, dass wir keinen Eintritt bezahlen mussten!
Das Gelände war in einem Tal gelegen, man betrat es von der vorderen Hang Seite eines Berges, und konnte anschließend das ganze Tal überblicken. Auf der Gegenüberliegenden Seite war ein Hang komplett mit Blumen, Ornamenten und einem serpentinen Weg bebaut. Am Ende der Serpentine und gleichzeitig der Spitze des Berges stand eine ca. 30Meter hohe Jesusstatue. Der Weg und die Ornamente zur Spitze erzählten mit Bildern und Statuen den Weg, den Jesus durchschritt, vom letzen Abendmahl bis zur Kreuzigung.

Arche NoahDoch bevor wir in den Genuss des Aufstiegs kamen mussten wir erst einmal durch das Tal. Dieses war mit weiteren Highlights ausgeschmückt:

  • Der Garten Eden
  • Arche Noah
  • Geschichte von Adam und Eva
  • Souvenir-Shops
  • Eis-Stände
  • Abenteuerspielplatz

Als wir das sahen wussten wir sofort, was KP mit “Themenpark Gottes” meinte. Ich hab leider keine Ahnung wie ich das Beschreiben soll und hoffe einfach, dass euch die wenigen Bilder helfen eine ungefähre Vorstellung zu bekommen.

Nachdem wir nun den Aufstieg zur riesigen Statue gemeistert hatten und wieder im Jeepney saßen ging es weiter in Ems’ Heimatstadt, Tayabas.
Sie ist hier in der Gegend für ihren Kokosnuss-Schnaps (Lambanog) und für ihre Kirche bekannt. Der Lambanog ist in etwa vom Geschmack wie Whiskey aber aromatischer und voller wie ich finde. Vielleicht kommt ihr ja in den Genuss, wenn ich eine Flasche mit nach Hause bringe. Die Kirche soll eine der ältesten auf den Philippinen sein! Sie war echt wunderschön. Das Fresco über dem Altar und die Statuen im Hauptschiff gefielen mir dabei am Besten! Wir besuchten noch das ehemalige Haus des Bürgermeisters, das mittlerweile ein Hotel ist, kauften ein paar Sachen fürs Abendbrot ein und aßen einen kleinen Snack (Merienda).

Ich warte!Im Kontrast zu dem kulturellen Programm, das uns KP, Ems und Tiger liefern, haben wir natürlich auch noch unsere Arbeit in der Bibliothek und unser Projekt mit dem Social Welfare & Development Office. Von letzterem habe ich hier glaube ich noch nichts erzählt und von daher ist es jetzt der perfekte Einschub in meinen Bericht, da wir grade einen Höhepunkt dort miterlebten (oder Tiefpunkt? 🙁 ).
Die SWD Officerin, Mrs. Ruanto, war mir seit unserem ersten Besuch bei ihr im Büro schon sehr sympathisch und von daher erklärten wir uns bereit mit den Kids in einem Waisenhaus in unserer Nähe ein Musikprojekt zu starten.Michael Jackson: Beat it! Dazu kam, dass Mrs. Ruanto Ende November in Ruhestand geht und dazu eine kleine Abschiedsveranstaltung in dem Waisenhaus geben wollte. Als wir also im September mit ihr sprachen, sagten wir auch zu, dass wir dort eine Nummer vorführen würden und somit aktiv am Programm teil nehmen.
Die Regelmäßige Bandprobe, mit Malte als Gitarristen und mir als Sänger, war Anfangs gar kein Problem und wir kamen gut voran, suchten uns 4 Songs raus, die wir spielen wollten und kamen so dem Versprechen immer näher. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit uns, und noch schlchter mit mir. Der zuständige Mitarbeiter beim RAC (Abkürzung des Waisenhausnamen) meinte sich nicht mehr melden zu müssen und uns nurnoch zu ordern, wenn es ihm passte und von daher ging es nur noch schleppend voran mit den Bandproben. Bei einem Meeting mit ihm stellte sich dann auch raus, dass aus den erstmals 4 Liedern nun 3 geworden sind und, dass ich nur noch eins davon singen werde, und, dass alle Lieder aus unserer Liste gestrichen werden, wir uns aber eins aussuchen können, dass im Programm bleibt, das ich dann singen werde. Die anderen 2 werden 2 filippinische Songs und von einem Mädchen gesungen.
Malte an der Gitarre!Ich hatte dann echt die Nase voll davon und weigerte mich zu weiteren Bandproben zu kommen, da ich das eine Lied, dass ich mir ausgesucht hatte auch alleine mit Malte üben konnte. Malte musste ja aber noch die beiden filippinischen Songs auf der Guitarre einstudieren und ging, zwa auch nurnoch unregelmäßig, weiter zu den Bandproben.

Das Konzert rückte Näher und wir hatten unseren Teil schon bis zur Perfektion drauf. Wir hatten aber beide keine Idee wie das ablaufen sollte, wann wir auftreten und und und. Auf der Generalprobe war ich dann das erste mal wieder dabei und wir ließen es uns erklären. Am Ende der Probe war ich mir sicher: Das wird morgen eine geile Show!

Am 13. November standen wir also zeitig auf und zogen uns an, bestellten schnell was bei McDelivery, um eine nährstoffreiche Ernährung zu haben, und machten uns auf zum Soundcheck. Uns wurde gesagt, wir sollen um 12 da sein, und um 14Uhr fängt dann das Programm an. Also sagten wir unserer Kamerafrau Blessie, sie solle um 13Uhr dort sein. Naja der Soundcheck war grausam und auch ein großer Reinfall wie sich später herausstellte und das Konzert fing laut Programm auch erst um 3 an. Also warteten wir noch eine  Stunde mehr… Zum Glück ab 1 dann ja mit Blessie!

Ich singe!13. November, 15Uhr
Das Programm fing an! Tanzeinlagen, Karaokegesänge und Videos standen auf dem Programm bis wir endlich auftraten.
Es ging los. Ich blieb hinter der Bühne, da ich erst im letzten Lied mit sang und bekam von dem Desaster vorne nichts mit. Das Schlagzeug war zu Laut und Edwins Guitarre funktionierte nicht. Dennoch, die Musik kam mehr als gut an! Den wir waren echt verdammt gut! (Ich werde Blessie fragen, ob ich die Videos bekommen kann!)
Endlich kam mein Auftritt! Der Kommentator kündigte mich an und ich marschierte auf die Bühne, bereit meine Verse ins Mikrophon zu geben. “21 Guns” von Green Day im Duett mit unserer bezaubernden Sängerin, deren Namen ich immer noch nicht weiß.

Happy Family!Ich war mit meinem Kopf in den Wolken. Womit wir wieder beim Anfang wären.
Ich bin froh hier gelandet zu sein, die Menschen sind super, ich will keinen missen. Seitdem Blessie wieder von ihrer Urlaubstour aus der Türkei und Marokko zurück ist, ist die Truppe auch wieder vollständig!

Yan

Everybody needs a Buddy!

“Do or do not; There is no try”; sagte Yoda, ein etwa 60 cm großer grüner Zwerg, ein weißes Haar hier und da auf seinem Kopf, etwa 900 Jahre alt und mit Falten die ihn zeichnen, während er sich mit seinen 3 Fingern an einen Stock klammert. Große Augen, die Ruhe und Neugier aber auch Weisheit und Intelligenz versprühen, schauen dich unter den leicht runter hängenden Lieder an. Seine Ohren, spitz wie ein Pfeil und vielleicht 20cm lang, ranken wie 2 Äste von seinem Kopf. In eine Robe gewickelt, die ihm immer noch eindeutig zu groß ist; Arme verschwinden im Innern der Ärmel und der Saum knittert am Boden.
Er hatte eindeutig bessere Tage erlebt.
Und dieser kleine Mann, verrückt geworden über die Jahre, hebt das versunkene Schiff aus dem Tümpel.

Keine Ahnung warum ich euch damit jetzt genervt habe. Ehrlich gesagt fand ich das Zitat passend. Da ich mir seid Tagen vornehme zu schreiben, aber letztendlich nicht dazu gekommen bin. Heute habe ich mich hingesetzt und lange überlegt womit fange ich an. Es gibt soviel zu erzählen, auch wenn ich das meiste schon vergessen habe… vielleicht sollte ich anfangen mir Notizen zu machen. Ich geh auch schon auf die 900 Jahre zu und mit dem Alter kommt die Vergesslichkeit, bitte entschuldigt also meine Aussetzer.
Um das wieder wett zu machen werde ich heute mal ein bisschen “Erinnere dich!” spielen. Als ich mit dem Artikel anfing wusste ich auch noch nicht was für Ausmaße es haben würde. Ich hab ziemlich viel vergessen zu erwähnen und werde deshalb in ein paar Tagen einen 2. Artikel verfassen. Eine kleine Geschichte vom Anfang, eine Person, die ich noch nicht beschrieben habe und auch Updates aus dem Jetzt!

Herzlich Willkommen zu “Kreuz- und Quergeschichten”

Einigen habe ich sicherlich schon von Manang erzählt oder auch mal in einem Artikel erwähnt. Sie ist sicherlich auch eine der Uralten, auf die 900 Jahre zu schreitende Person. Manang ist Cebuano, die Sprache, die um Cebu, ihrer Heimat, gesprochen wird, für “ältere Schwester”. Ihr wirklicher Name ist ein Mysterium, das es noch auf zu decken gilt. Ich werde meine noch verbleibende Zeit auf den Philis nutzen, um euch zu bereichern.
Sie ist Sunshines Haushälterin und gehört schon zum Inventar.
Wenn wir ausgehen, bleibt sie im Haus, sie hat den Frühstückstisch gedeckt bevor wir aufstehen, und kümmert sich um das Abendessen. Und meistens gehört auch unser Mittagessen dazu.

Jetzt zu Tiger, Emerald und KP!

Karen, Ems, Tiger

Die drei sind ein fester Bestandteil unseres Teams und wir verbringen bisher die meisten Wochenenden mit mindestens einem von den dreien! Sunny und Lloyd haben mit ihnen in Manila an der UP Manila (University of the Philippines Manila) studiert. Ems ist immernoch am studieren. Es ist halt sein Hobby, was soll man machen. Seine Eltern haben ihn aber mittlerweile dazu verdonnert in Lucena weiter zu studieren, weil es ihnen in Manila zu teuer wurde und er halt nicht mehr so häufig zu Hause sein kann. Familienzusammenhalt ist hier in den Philippinen das wichtigste. Man lebt normalerweise so lange zu Hause bis man verheiratet ist. Tiger ist glaub ich seit einem Jahr mit dem Studieren durch und hat so ziemlich alles mal studiert. Unter anderem Bibliotheksmanagement, womit er uns in der Bibliothek unterstützt. K.P oder auch einfach Karen ist der Standfuß in Manila. Sie hält dort die Stellung für EDUK Inc., und kümmert sich um Nina und Lui! Wenn sie nach Lucena kommt, dann hat sie die beiden auch meistens im Schlepptau.
Mit Ems und Tiger haben wir schon so einige Abende verbracht und die deutsche Ehre verteidigt, Trash-Talk geführt und musiziert.

Als nächstes zu unseren Hunden, die ich glaub ich noch mit keinem Wort
erwähnt habe. Kitchy, Summer und Buddy runden den Haushalt ab. Kitchy, die Dalmatienerhündin, ist Tag und Nacht vor dem Haus angebunden und dient alsWachhund; Summer, ein Lapradormischling, ist die Lady des Hauses, schon etwas älter; Buddy, der Beagle, ist das Kleinkind des Hauses, 2 Jahre alt und erfährt alle Vorteile, die man sich hier als Hund vorstellen kann. Er schläft manchmal mit bei Sunny und Lloyd, bekommt regelmäßige Duschen und ist der einzige Hund, der immer frei und ohne Leine herum läuft. Außer es gibt ne Dusche!
Wenn ich Langeweile habe, TV gucke oder an meinem Blog arbeite, liegt Buddy meist neben mir oder läuft umher. Er ist etwas hyperaktiv und ständig am Kratzen. Ist aber eher neurotisch als wegen Läusen.

Des Weiteren haben wir seit 2 Wochen nun Filipino-Unterricht von einer netten Pinay namens Dang. Wir haben schon 3 Einheiten á 2h hinter uns und noch 3 liegen vor uns. Für eine so kurze Zeit funktioniert es schon ziemlich gut und wir machen schnell Fortschritte. Aber ich warte noch ein paar Wochen ab, bevor ich euch in Filipino etwas schreibe!
Ich habe mit einem Freund eine Wette am Laufen, dass ich eine Überraschung bekomme, wenn ich bis Februar fließend Filipino spreche! Drückt mir die Daumen!

Soviel dazu und hoffentlich konnte ich euch wieder einmal an meine Erzählung fesseln! Ich freue mich über Kommentare und Vorschläge! Freut euch auf den 2. Teil in ein paar Tagen!
Jan

Alltagsbericht

Wow! Nach mehr als 2 Monaten kann ich sagen, dass ich eine Art Alltag gefunden habe!
Wir haben zwar immer noch keine feste Arbeit was es im Großen und Ganzen betrifft, aber wir ordnen es uns ein!
Der Tag beginnt meistens gegen 8, manchmal früher, manchmal später. Anschließend wird natürlich gefrühstückt und sich für den Tag fit gemacht! Wenn wir soweit alles erledigt haben und auch der Plan für den Tag steht, kümmern wir uns um das was erledigt werden muss: Papierkram für Eduk Inc./Sunshine, Arbeiten in der Bibliothek oder auf dem Spielplatz/Garten, Besorgungen machen oder in die Stadt(“Bayan” in Filipino) fahren.
Um 12 gibts dann erst mal wieder was zum Essen, also entweder zu Hause von Manang(Unsere Haushälterin) oder in nem Fastfood Restaurant unserer Wahl :-). Und danach wieder ab an die Arbeit bis wir keine Lust mehr haben oder es zu dunkel ist zum arbeiten.

Aber das ist natürlich nicht alles was ich euch erzählen möchte!
Ich habe zum Beispiel einen Flug nach Sydney gebucht und bin vom 24. Dezember bis zum 4. Januar außer Landes!
Wer eine günstige Unterkunft weiß oder vielleicht auch einen Bekannten in Sydney hat, der mich und meine Freundin für die Zeit auf nehmen kann/möchte, der kann sich ja bei mir melden! Ich hab eigens für diesen Zweck eine “Kontakt”-Seite eingerichtet! Nein natürlich nicht, ich hatte nur am Anfang komplett vergessen eine zu erstellen und ist an dieser Stelle aufgefallen, dass das vielleicht ganz hilfreich sein kann, dann brauchen die Leute auch nicht mehr in den Kommentaren nach etwas fragen sondern können mir ganz einfach mailen!

Weitere News sind, dass ich bald hoffentlich nicht mehr auf Malte als Geldquelle angewiesen bin sondern hoffentlich bald wieder eine Kreditkarte habe und mich dann wieder selber versorgen kann! 🙂 Aber dafür hat mein Handy den Geist aufgegeben, mein geliebtes Palm Pre konnte die Hitze hier wahrscheinlich nicht so gut ab wie ich und hat sich gedacht, dass es mich boykottiert um ein bisschen Urlaub zu bekommen! Aber dank der Tatsache, dass wir hier in Asien sind und hier die meisten Handys produziert werden (DANKE an Made in China!), werde ich hoffentlich bald einen Arbeiter meines Vertrauens finden, der sich meiner annimmt und das Ding wieder zum funktionieren bringt!

So und nun für die fleißigen Leser, die sich durch den langweiligen Kram oben gekämpft haben, eine Belohnung!
Das wirkliche, das weswegen ihr alle hier seid, das interessante, das unglaublich aufregende, was ich aus meinem Jahr zu berichten habe kommt jetzt!
Wir haben hart gearbeitet und die Bibliothek soweit wie möglich vorbereitet! Am Samstag soll die Eröffnung stattfinden und wir hoffen, dass danach alles glatt geht, wir mehr Spender und auch Gäste bekommen, um die wir uns dann täglich kümmern können!
Natürlich ist immer noch für genug Arbeit gesorgt! Die Eröffnung am Samstag wird mit Sunshines Geburtstag, der Freitag ist, verbunden. Und morgen ist Ate(“Große schwester” Malte, Lloyd, Ich und Sunshine bei Jollybeeauf Deutsch) Sunshines und Kuya(“Großer Bruder” auf Deutsch) Lloyds zweimonatiges! Wow! Schon 2 Monate haben die beiden miteinander ausgehalten! Wenn man bedenkt, dass wir schon mehr als einen Monate bei denen wohnen ist das echt heftig, die beiden konnten noch gar nicht richtig ihre Ehe genießen. Irgendwie waren immer wir dabei… 😀
Ist halt echt schon eine kleine Familie mit uns!

Die Kinder auf dem Bild sind übrigens NICHT von Sunshine und Lloyd, so eifrig waren sie noch nicht in den 2 Monaten!

euer Jan

Aftermath = Folgen

Ich beginne eine neue Folge von “Jan berichtet” mit ein paar Ratschlägen an alle die da draußen sind und eventuell überlegen welches Land sie nehmen wollen, wenn SIE später mit ICJA oder einem anderem Projekt “weltwärts” gehen, ich beginne mit ein paar Ratschlägen für die, die einfach Urlaub irgendwo machen, und ich beginne mit ein paar Ratschlägen für mich, die ich hätte kriegen sollen.

Zu aller erst sind die Philippinen so vielseitig wie jedes Land, man bekommt Strände, Berge, Regen, Sonne, grüne Landschaften und nette Leute geboten. Das ist wahrscheinlich mit allen Ländern so. Vielseitigkeit macht so gut wie alle von uns aus.
Folgend ist es auch wichtig, dass du dich für alles öffnest und auch ausprobierst. Nutze deine Zeit, um viel zu sehen und mit Leuten zu reden, sei freundlich und du wirst in deinem Gastland viel Freude haben und viel kennen lernen. Aber trotz alle dem: Wähle die Philippinen! Die sind besser als jedes Land, frei von Kinderarbeit, Prostitution, Diebstahl und Korruption. Das war sarkastisch, aber ich bin trotzdem zufrieden hier, denn das Land lebt und steht mit diesen Tücken, besser als so manches europäisches Land.
Nur leider komm ich jetzt zum Ratschlag für jeden Reisenden oder MICH… passt auf eure Sachen auf, fühlt euch nicht zu sicher und habt keine Angst zu fragen, wenn ihr euch UNsicher seid, ob ihr euch sicher fühlen könnt.

Nach dem Monat in Manila, mit übertriebener Vorsicht alles gehütet, dass einem heilig oder wertvoll war, hab ich mich hier schon vom ersten Tag an wie zu Hause gefühlt und wurde im Unterbewusstsein immer unvorsichtiger. So unsicher, dass ich vor einer Woche ca. meine Gürteltasche nie wieder gesehen habe. Vermutungen hin oder her, ist der Dieb wohl nicht so so schlau und ist bereit P500 ein zu kassieren für die relativ wertlosen Sachen, die da drin waren… Oder er ist einfach nie wieder vorbei gekommen.
Auf jeden Fall… passt auf euren Kram auf, legt ihn nicht unbeaufsichtigt irgendwo hin oder lasst ihn, wenn ihr es nicht UNBEDINGT braucht sogar im Hotel/Haus/Zimmer… das ist immer am sichersten…

Nun zu anderen Dingen:
In meiner Rundmail schon berichtet, hat sich mein Alltag fast eingependelt und es wird von Tag zu Tag einfacher sich in seinen Platz zu begeben. Die Arbeit an der Bibliothek macht echt Spaß und Malte und ich erledigen vieles, was einfach liegen bleiben würde. Die Studenten, die normalerweise unsere Unterstützung sein sollen, sind kaum da, da sie in Moment in der Prüfungsphase vorm Sem Break (Vorlesungsfreiezeit)sind. Man schafft zwar nicht all zu schnell die erwünschten Resultate aber es geht voran und die Bibliothek ist soweit im gröbsten fertig.
Die Regale sind gebaut, die Bücher einsortiert, aber noch nicht Etikettiert, eingeschlagen oder gestempelt, und der Boden muss noch mit einer Gummierungsschicht überzogen werden. Aber heute haben wir beiden “Volunteers” den Spielplatz fertig gestellt und nach nun 2 Wochen Arbeit kann sich das Resultat sehen lassen!
Des Weiteren geht unsere Arbeit im nahen Waisenhaus gut voran, wir spielen zusammen mit einem Mitarbeiter in einer Band und probieren noch viel aus, bis dann alles glatt läuft um Unterricht zu geben!

Fazit des heutigen Blogeintrags:
passt auf euren Kram auf, versucht was zu erreichen und habt Geduld mit allem, es wird doch irgendwann fertig! 🙂

euer, nun Kreditkarten-loser, Jan

Meine Arbeit und das Haus!

Nach einer Woche Lucena denke ich, dass es Zeit ist die Eindrücke und das Leben hier in Worte zu fassen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht womit ich anfangen soll. Was ist wichtiger oder was ist schöner? Was ist interessanter oder dringlicher?
Ich machs chronologisch, also erst Familie und das Haus und danach Eindrücke der Arbeit!

Wie gesagt, letzten Samstag kamen wir nach Lucena und freuten uns tierisch darauf endlich unsere Gasteltern kennen zu lernen, unser Zimmer zu sehen und eventuell auch endlich die Koffer zu entpacken. Doch dazu kams nicht, wir erfuhren erst hier, dass wir eigentlich gar nicht mit Lloyd und Sunshine zusammen wohnen werden sondern in einem kleinen Apartment wohnen bis die beiden im Haus alles geregelt haben und unser Zimmer fertig ist. Das Apartment war in einem LILA Haus und das Zimmer war ca. 6m² groß. Wir zeigten natürlich sofort unseren Unmut, weil wir uns nicht mehr rumschubsen lassen wollten.
Das Resultat war, dass wir gingen und ein kleines Meeting im Haus der beiden hatten. Es wurde nur Tagalog gesprochen und wir kapiert natürlich nichts. Um so größer war dann die Überraschung, als sie uns in einen völlig verdreckten und zugestellten Raum führten und uns fragten, ob wir es uns vorstellen können hier zu wohnen oder doch lieber das 6m² Zimmer. Natürlich wird das Zimmer vorher renoviert und alles. Wir fingen an zu lachen und sagten, sofort, dass dieses Zimmer auf jeden Fall unser favourit ist und wir hier mit den beiden wohnen wollen, um auch eine Gastfamilie zu haben.

Zu der Zeit wussten wir nichts von unserem Glück, wir hatten einfach gedacht, ja eine Gastfamilie ist super, die nehmen wir. Mitlerweile hat sich einiges heraus gestellt. Unsere beiden Gasteltern sind Anwalt(Sunshine) und Gartenarchitekt(Lloyd). Allerdings arbeitet Lloyd mit Immobilien und kümmert sich nur hobbymäßig um Gärten und Stadtanlagen. Sunshines Vater, der leider vor 5 Jahren gleichzeitig mit ihrer Mutter verstab, war der ERSTE Bürgermeister von Lucena City nachdem 1986 die Diktatur gestürzt wurde und die Philippinen Demokratisch wurden. Und Somit ist der Name Abcede in der ganzen Stadt bekannt und egal wo man hingeht wird man lieb und höflich begrüßt sobald Sunshine dabei ist.

Nun zum Haus, das wir ab jetzt unser Heim nennen. Es ist zweistöckig und weitläufig, genug Platz um mal seine Ruhe haben zu können meint man. Doch Sunshines Haustür ist immer offen. Ihre Freunde und Familienmitglieder leben so gut wie hier. Es ist eine Art Haupquartier für alle, die Sunshine gut gesonnen sind und es wird immer genug gekocht, um mindestens das doppelte der geplanten Gäste zu versorgen. Das war auch schon oft wirklich von nöten, weil plötzlich ein Bekannter während des Mittagessen in der Tür stand.
Es ist ein Platz zum wohlfühlen und der Gemeinschaft. Ich liebe es hier 🙂

Die Arbeit ist dazu genau passend, da so ziemlich alles in Sunshines und Lloyds Leben auf die Bibliothek gerichtet ist und auf freiwillige Arbeit. Sie starteten das Projekt im Februar 2010 und haben seitdem den umliegenden Spielplatz restauriert und die Bibliothek mit Büchern gefüllt. Ein bekannter Maler spendierte den Innenanstrich, doch leider fehlen noch Regale und genügend Tische und Stühle für die Kids. Hoffentlich werden wir mit den Vorbereitungen bis zum 4. Oktober fertig, da wir dann eigentlich eröffnen wollen!

Unterstützung bekommen wir von einigen NSTP Studenten(National Service Training Program; vergleichbar mit Zivildienst) und den Freunden, die Sunshine um sich scharrt! Spenden kann jeder, der helfen möchte. Egal ob eine Geldspende oder in Form von Büchern, Holz oder Farbe. Es ist eigentlich alles erwünscht!

Wenn ihr gerne verfolgen wollt, was hier abgeht und wie sich die Bibliothek entwickelt, dann guckt euch doch einfach die Facebookseite an:

Ich hoffe ihr habt nun einen Eindruck davon wie ich hier lebe und seid zufrieden! Bei Fragen mailt einfach an jan.steinke@gmail.com

Manila neigt sich dem Ende zu!

Ich bin in meiner Gastfamilie angekommen und wohne jetzt glücklich und zufrieden in Lucena. Noch nicht, aber vielleicht ab morgen.

Erstmal zu den Ereignissen der letzten 2 Wochen! Man, da scheint bei mir ja schon eine gewisse Regelmäßigkeit zu sein!
Nachdem ich also mit den 4 anderen in Cebu war und dort der Urlaub begann, bin ich mit Malte und Franzi weiter auf eine kleinere Nachbarinsel, die wir eigentlich einmal umrunden wollten, aber im Endeffekt dann doch gelassen haben!
Wir suchten uns ein hotel, dass nahe am Strand war und unserem Budget entsprach und genossen das Wochenende mit Schwimmen, Sonnen, Schnorcheln, Essen gehen und einer Tour zu den Sehenswürdigkeiten der Insel.

Nachdem das Wochenende zu Ende war stiegen Malte und ich in den Flieger nach Manila und für Franzi bedeutete das ein Good-Bye. Sie Flog weiter nach Singapur, um ihre Weltreise zu beenden. In 2 Wochen wollte sie wieder zurück in Österreich sein, da ihr Studium weiter geht. Zurück in Manila genossen wir erstmals die wunderbare Taxifahrt durch Makati, eine Stadt in Metro-Manila, die berühmt für ihre Banken und Hochhäuser ist. Eine solche farbenfrohe Ansicht hatte ich nicht erwartet. Leider habe ich keine Fotos davon, da ich viel zu müde war. Unser Flug wurde nämlich ca. 3h verschoben, so dass wir erst gegen kurz nach Mitternacht landeten.

Die Woche darauf lebten Malte und ich quasi alleine in dem Stadion der letzten Woche und hatten ziemlich viel Freiraum was unsere Planung anging. Wir trafen uns Nachmittags von 1-3 mit den anderen Freiwilligen in der Bibliothek und den Rest verbrachten wir mit Einkaufen und Schaufenstergucken in den großen Malls, um für Abends etwas kochen zu können.

Diese Woche startete dann eine neue Ära was unsere Unterkunft anging. Wir zogen bei den Mädchen ein, mit denen wir zusammen in der Bibliothek arbeiteten(Nina und Lui[se]). Die beiden haben ihre eigene Wohnung für das Jahr bekommen und verpflegen sich selber, da haben wir angefragt, ob es okay wäre, wenn wir die Woche noch mit einziehen, damit wir wenigstens eine Dusche und ein Klo haben. Und die beiden stimmten sofort ein. So zogen wir aus dem Stadion aus und wir bekamen die Info, dass wir Freitagabend in die Provinz fahren werden.

Nun ist es Freitagnacht. Es ist eigentlich, um genau zu sein, Samstag-morgen 3:30Uhr. Und wir sind immer noch hier. Weil, wie soll es anders sein, unsere Abfahrt auf Samstag-morgen verschoben wurde. Also habe ich noch ein paar wenige Stunden bis mein Bus fährt, der Koffer ist gepackt und ich muss nur duschen, dann kann es hoffentlich endlich losgehen!

Ich hoffe ich kann euch bald berichten, ob das mit morgen klappt oder nicht!
Stay tuned, Jan

UPDATE: JAAA! Ich bin da und es ist super! Hab schon Bilder, die ihr euch unter “Fotos” angucken könnt!

The first 2 weeks!Die ersten 2 Wochen!

Mahubay meine Freunde!

Ich bin nun 2 Wochen mit den anderen von zu Hause weg und auch fast 2 Wochen sind vergangen, seitdem ich das letzte mal geschrieben habe.Mahubay meine Freunde!

Ich bin nun 2 Wochen mit den anderen von zu Hause weg und auch fast 2 Wochen sind vergangen, seitdem ich das letzte mal geschrieben habe.

Mahubay meine Freunde!

Ich bin nun 2 Wochen mit den anderen von zu Hause weg und auch fast 2 Wochen sind vergangen, seitdem ich das letzte mal geschrieben habe.

Seit Doha ist viel passiert und ich habe einiges zu berichten. Ich habe einige gute Erfahrungen gemacht und kennen gelernt was “Flexibilität” auf Filipino bedeutet (Danke an Till ). Ich fange aber mal von vorne an.

Nachdem wir in Manila gelandet waren wurden wir von Mitarbeitern einer Partnerorganisation von EYES abgeholt (Cris und Nur). Die beiden sind echt anscheint wie Pech und Schwefel und von Anfang an sehr sympathisch! Wir brauchten erstmal ein paar Minuten bis wir ein Taxi fanden, dass uns für einen angemessenen Preis in unser On-Arrival-Camp brachte, da die meisten Taxifahrer mehr haben wollten. Doch nach gefühlten 2 Stunden waren wir dann endlich in unserem Hotel. Das Hotel war auf einem Staatsgelände (COA: “Bedeutung folgt”). Im Hotel waren wir erst die einzigen Gäste, da normalerweise nur für Angestellte die Kantine betrieben wurde und somit alles auf den Wochenbetrieb eingestellt war, da alle Läden 7 Tage die Woche auf haben… außer Behörden.

In den folgenden Tagen lernten wir einiges über das philippinisches Familienleben kennen und auch einiges an Mahlzeiten. Wir gingen mit unseren beiden Mentoren (Joyce und Laarni) zweimal aus und hatten viel Spaß :).

Die Zimmer waren super! Jedes eine eigene Dusche (Doppelzimmer) aus Deutschland (German Quality). Doch das Schlamassel fing dann später für uns an. Gegen Ende der drei Tage im COA wurde mir und Malte etwas mulmig, da wir immer noch nichts über unser Projekt oder die Gastfamilie gehört hatten! Die anderen hingegen schon fleiß News bekamen. Von einer anderen Freiwilligen, die schon ein halbes Jahr auf den Philippinen (Im Folgenden nurnoch Philis) war, erfuhren wir, dass es einiges Probleme mit der Organisation gibt, die die Gastfamilien in Manila verteilt, da die mehr Geld haben wollte als für uns zur Verfügung stand. Des weiteren hörten wir davon, dass wir ursprünglich das gleiche Projekt wie Lui und Nina bekommen sollten nur in der Provinz (Also nicht Manila, ich war glücklich!). Damit gabs aber wiederum Probleme mit ICJA, da die nicht wollte, dass 4 Freiwillige in dem gleichen Projekt arbeiteten, obwohl wir 4 Autofahrt Stunden voneinander entfernt arbeiten würden. Naja, mit dem neuen Wissen jedenfalls suchten wir das Gespräch mit Joyce und Laarni und prompt stellten sich einige Dinge klar!

Wir hatten wirklich keine Gastfamilie und dadurch wurde das Projekt in Baseco (UPA, eine Art Nachhilfe) auch schwierig zu vergeben. Somit wurden wir am Ende des Arrival Trainings in das Projekt von Cris und Nur gebracht (Die beiden, die uns am Flughafen empfangen haben) und hatten eine super Laune(Achtung Ironie!)

Allerdings stellte sich diese jetzt im Nachhinein als unbegründet heraus. Wir hatten zwa kein Projekt und lebten auch nur mit den anderen mehr oder weniger zusammen, da deren Projekt schon fast zu Ende war (Ein 2 wöchiges Workcamp). Aber die Kehrseite der Münze war, dass wir noch viel tiefere Einblicke in das Leben auf den Philippinen bekamen und auch neue Leute kennen lernten!

4 Japaner (Yosuke, Hiro, Natzumi und Saika), ein Taiwanese(Zach), und eine Österreicherin (Franziska) begleiteten uns und wir lernten sogar noch etwas über deren Kulturen. Am Ende des Workcamps (Heute morgen), nahmen Malte und ich zusammen mit Hiro, Zach und Franziska den Flieger nach Cebu City. Eine kleine Stadt am Meer, die sauberer ist und grüner als Manila. Ich bin glücklich und warte nun auf die anderen drei, dass sie endlich wieder kommen, damit ich ins Bett kann, da Malte schon schläft!

Viel Spaß euch noch und mal sehen wies weiter geht!
Jan

P.S.: Voraussichtlich am 5. September kommen wir dann doch eventuell in das Projekt in der Provinz(Googelt nach Lucena Quezon Province)

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[nggallery id=3]Mabuhay meine Freunde!

Ich bin nun 2 Wochen mit den anderen von zu Hause weg und auch fast 2 Wochen sind vergangen, seitdem ich das letzte mal geschrieben habe.

Seit Doha ist viel passiert und ich habe einiges zu berichten. Ich habe einige gute Erfahrungen gemacht und kennen gelernt was “Flexibilität” auf Filipino bedeutet (Danke an Till ). Ich fange aber mal von vorne an.

Nachdem wir in Manila gelandet waren wurden wir von Mitarbeitern einer Partnerorganisation von EYES abgeholt (Cris und Nur). Die beiden sind echt anscheint wie Pech und Schwefel und von Anfang an sehr sympathisch! Wir brauchten erstmal ein paar Minuten bis wir ein Taxi fanden, dass uns für einen angemessenen Preis in unser On-Arrival-Camp brachte, da die meisten Taxifahrer mehr haben wollten. Doch nach gefühlten 2 Stunden waren wir dann endlich in unserem Hotel. Das Hotel war auf einem Staatsgelände (COA: “Bedeutung folgt”). Im Hotel waren wir erst die einzigen Gäste, da normalerweise nur für Angestellte die Kantine betrieben wurde und somit alles auf den Wochenbetrieb eingestellt war, da alle Läden 7 Tage die Woche auf haben… außer Behörden.

In den folgenden Tagen lernten wir einiges über das philippinisches Familienleben kennen und auch einiges an Mahlzeiten. Wir gingen mit unseren beiden Mentoren (Joyce und Laarni) zweimal aus und hatten viel Spaß :).

Die Zimmer waren super! Jedes eine eigene Dusche (Doppelzimmer) aus Deutschland (German Quality). Doch das Schlamassel fing dann später für uns an. Gegen Ende der drei Tage im COA wurde mir und Malte etwas mulmig, da wir immer noch nichts über unser Projekt oder die Gastfamilie gehört hatten! Die anderen hingegen schon fleiß News bekamen. Von einer anderen Freiwilligen, die schon ein halbes Jahr auf den Philippinen (Im Folgenden nurnoch Philis) war, erfuhren wir, dass es einiges Probleme mit der Organisation gibt, die die Gastfamilien in Manila verteilt, da die mehr Geld haben wollte als für uns zur Verfügung stand. Des weiteren hörten wir davon, dass wir ursprünglich das gleiche Projekt wie Lui und Nina bekommen sollten nur in der Provinz (Also nicht Manila, ich war glücklich!). Damit gabs aber wiederum Probleme mit ICJA, da die nicht wollte, dass 4 Freiwillige in dem gleichen Projekt arbeiteten, obwohl wir 4 Autofahrt Stunden voneinander entfernt arbeiten würden. Naja, mit dem neuen Wissen jedenfalls suchten wir das Gespräch mit Joyce und Laarni und prompt stellten sich einige Dinge klar!

Wir hatten wirklich keine Gastfamilie und dadurch wurde das Projekt in Baseco (UPA, eine Art Nachhilfe) auch schwierig zu vergeben. Somit wurden wir am Ende des Arrival Trainings in das Projekt von Cris und Nur gebracht (Die beiden, die uns am Flughafen empfangen haben) und hatten eine super Laune(Achtung Ironie!)

Allerdings stellte sich diese jetzt im Nachhinein als unbegründet heraus. Wir hatten zwa kein Projekt und lebten auch nur mit den anderen mehr oder weniger zusammen, da deren Projekt schon fast zu Ende war (Ein 2 wöchiges Workcamp). Aber die Kehrseite der Münze war, dass wir noch viel tiefere Einblicke in das Leben auf den Philippinen bekamen und auch neue Leute kennen lernten!

4 Japaner (Yosuke, Hiro, Natzumi und Saika), ein Taiwanese(Zach), und eine Österreicherin (Franziska) begleiteten uns und wir lernten sogar noch etwas über deren Kulturen. Am Ende des Workcamps (Heute morgen), nahmen Malte und ich zusammen mit Hiro, Zach und Franziska den Flieger nach Cebu City. Eine kleine Stadt am Meer, die sauberer ist und grüner als Manila. Ich bin glücklich und warte nun auf die anderen drei, dass sie endlich wieder kommen, damit ich ins Bett kann, da Malte schon schläft!

Viel Spaß euch noch und mal sehen wies weiter geht!
Jan

P.S.: Voraussichtlich am 5. September kommen wir dann doch eventuell in das Projekt in der Provinz(Googelt nach Lucena Quezon Province)

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